Die Idee
Inklusion in einer Gesellschaft ist dann verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität sozial akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben bzw. teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden zwar bewusst bemerkt, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen.
Inklusion beschreibt also die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Der einzelne Mensch ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen. Ziel von Inklusion ist eine Gesellschaft, in die sich jede Person mit ihren Besonderheiten einbringen und auf die ihr eigene Art wertvolle Leistungen erbringen kann.
Die Herausforderung
Inklusion braucht Öffentlichkeit, und Öffentlichkeit ist am besten über die Medien zu erreichen.
Aufgabe der abm – arbeitsgemeinschaft behinderung und medien e.v. ist es seit 1983, die Herstellung und Verbreitung von Filmen zum Thema chronische Erkrankung und Behinderung zu fördern. Darum produziert die abm seit über 25 Jahren Fernsehbeiträge über Themen aus dem Alltag chronisch kranker und behinderter Menschen. Aus unserer Erfahrung wissen wir: Menschen mit Behinderung haben in der Medienwelt keine Lobby, selten wird ihr Leben in der Hauptsendezeit erzählt und noch seltener sind sie selbst als Fernsehjournalisten anzutreffen.
Unsere Erfahrung belegt aber auch, dass es hervorragende Dokumentationen und Reportagen gibt. Diese berichten sensibel und überzeugend über das, worüber eine aufgeschlossene Gesellschaft informiert sein sollte. Wie anders ist ein Leben mit Behinderung? Ist es überhaupt anders? Wie kann eine gemeinsame Welt aussehen? Ohne Barrieren? Mit gleichen Chancen für alle? Wie kann man auf einander zugehen, ohne Hemmung und ohne Vorurteil? Welche Ziele verfolgt die UN-Konvention von 2006?
